Wappen TrebraGanz gleich aus welcher Richtung man sich Trebra nähert, als erstes erblickt man den eigenwillig gestalteten fünfgiebligen Kirchturm, der um 1700 erbauten evangelischen St.-Nikolai-Kiche.

Die landschaftliche Einbindung und das unzerstörte Ortsbild wird Besucher mit einem Blick für bescheidene Sehenwürdigkeiten erfreuen. Traditionen, wie der Himmelfahrtsgottesdienst am "Gesundbrunnen" und die Weihnachtskonzerte in der Kirche haben Trebra über die Grenzen der Gemeinde Hohenstein bekannt gemacht Seit 1876 hat Trebra einen Männergesangsverein. Ob Jubiläum, Einweihung, Familienfeier oder ein anderer Höhepunkt - der Gesangsverein ist immer ein gern gesehener Gast.

Eine langjährige Tradition hat auch die Freiwillige Feuerwehr im Ort. In ihrem neuen Feuerwehrgerätehaus haben die Kameraden sehr gute Bedingungen. Früher war dieses Gebäude eine alte nicht mehr gut erhaltene Scheune. Das Dorfgemeinschaftshaus, in welchem sich das Einwohnermeldeamt und das Standesamt der Gemeinde Hohenstein befindet, wird von den Einwohnern aus den verschiedensten Anlässen genutzt.

Geschichte

Eingebettet in die sanfte Hügellandschaft des Südharzes liegt die Ortschaft Trebra mit ihren ca. 365 Einwohnern. Mehrere in der Nähe gemachte Funde weisen auf eine schon frühe Besiedlung hin. Geschichtsforscher sind der Meinung, daß der Ort lange vor seiner urkundlichen Erwähnung von Menschen bewohnt war.

Den Namen Trebra leiten Geschichtswissenschaftler von dem gotischen Wort "tri" = Baum oder Wald und dem althochdeutschen Wort "bur" = Haus oder Besitz ab, so daß man die Bezeichnung Tribur, wie es ursprünglich geheißen haben soll, als "Haus am Wald" oder "Walddorf" deuten kann. Im Laufe der Jahrhunderte änderte sich der Name mehrfach. Im 13./14. Jahrhundert erscheint der Name Drebere in einer undatierten Schenkungsurkunde des Probstes Otto II von Poelde an sein Kloster. Von Geschichtsforschern wurde sie auf das Jahr 1298 datiert und somit als Gründungsdatum für Trebra festgelegt.

Trebra liegt in einer Senke, umgeben von Feldern, Wiesen und Mischwald. Schon von weitem kann man den eigenwillig gestalteten fünfzackigen Kirchturm der denkmalgeschützten repräsentativen Nicolai-Kirche - dem Wahrzeichen des Ortes - sehen. Sie bildet gemeinsam mit dem zentralen, weiträumigen Dorfplatz, dem Pfarrhaus und der kleinteiligeren Wohnrandbebauung den Mittelpunkt des typischen Haufendorfes. Die Kirche wurde 1700 erbaut. In ihr befindet sich ein Kanzelaltar und ein barocker Taufengel. Beachtenswert ist auch der Opferstock aus dem Jahre 1683. Ehemals stand er im Brunnenhaus am Gesundbrunnen, eine Quelle, die am Nordhang des Laubmischwaldes nahe bei Trebra entspringt und das Dorf im 18. Jahrhundert bekannt machte. Noch heute ist der Gesundbrunnen ein beliebtes Ausflugsziel. Gern wird der Platz auch für Geselligkeiten und Veranstaltungen genutzt.

Im Ort selbst gibt es noch ein Bodendenkmal, die Friedenseiche, 1871 gepflanzt und 1988 unter Schutz gestellt.

Trebra gehörte zu den wenigen Dörfern im Landkreis, die im 2. Weltkrieg geschädigt wurden, obwohl der Ort keine militärische Bedeutung hatte. Der damalige Bürgermeister und Ortsbauernführer glaubten bis zum Schluss an den Endsieg.

1998 feierte der Ort Trebra sein 700jähriges Bestehen und die örtliche Feuerwehr ihr 125jähriges.