Wenn man von Branderode nach Obersachswerfen fährt, sind das Markante die großen neuen Stallanlagen am Ortseingang. In Obersachswerfen gibt es seit der Wende zwei private Landwirtschaftsbetriebe (A. Gerbothe und H. Markus). Beide betreiben mit je 120 Kühen Milchproduktion und mit je 80 Tieren Rinderaufzucht. Eine beachtliche Zahl an Hektar wird von beiden mit Getreide bewirtschaftet und durch den Betrieb Gerbothe auch eingelagert.

Seit 2001 läuft in der Gemeinde Hohenstein ein Planungsverfahren für den "Windpark Obersachswerfen". Hier wird ein Gebiet ausgewiesen für die Aufstellung von Windkrafträdern.

Aus Mittel der Dorferneuerung erhielt die Freiwillige Feuerwehr in diesem Ort ein neues Gerätehaus in welchem sich jetzt auch die Ortsteilverwaltung befindet und ein größerer Versammlungsraum.

Geschichte

Obersachswerfen ist mit seinen 114 Einwohnern und einer Gemeindegebietsfläche von 330,1 ha der kleinste Ortsteil der Gemeinde Hohenstein. Der Ort liegt 12,6 km nordwestlich von Nordhausen im Südharzer Zechsteinhügel. Unweit des Ortes fließt als typischer Karstfluß die Wieda. Durch Obersachswerfen führt der Karstwanderweg des Landkreises. Im Westen der Gemarkung ist das Naturschutzgebiet "Hundegrube". Im Laubmischwald wachsen geschützte Pflanzen, zum Beispiel Orchideen. Östlich befindet sich der "Katzenschwanz", ebenfalls mit seltenen Pflanzen und Schmetterlingen. Schwarzpappeln, die in ihrem Bestand gefährdet sind, wachsen hier ebenfalls. Ein Wanderziel ist auch Walkenried, dessen Klosterruine bekannt ist. In den Urkunden des Klosters wird "Sachswerfen" häufig erwähnt.
Das ursprüngliche Dorf soll bis zum 30-jährigen Krieg oberhalb des jetzigen gelegen haben. Nach seiner Zerstörung während des Krieges wurde 1672 das erste Gehöft am jetzigen Standort erbaut. Ein Balken mit Inschrift von 1670 bezeugt, daß Hans Kleemann Bauherr war.

Die alte Kirche "Beatae Mariae virgini" wurde 1788 mit dem Turm abgetragen und ein turmloses Gotteshaus an dieser Stelle 1790 geweiht.

Im Ort ziehen mehrere alte Linden den Blick auf sich. Der Sachsengraben durchfließt das Dorf.